Unser Hebammen- und Mamablog: 1 Hebamme, 2 Mamas und 3 Generationen Hausgeburt

Schön, dich hier zu sehen! Wie geht es dir mit deiner Schwangerschaft und der bevorstehenden Geburt? Blickst du dem Ereignis der Geburt voller Vorfreude entgegen? Oder fühlst du dich verunsichert und hast viele offene Fragen?

Wenn du auf unserem Hebammen-Mamablog gelandet bist, dann bist du in jedem Fall schon auf einem guten Weg zu einer entspannten Schwangerschaft und einem selbstbestimmten Weg zu einer positiven Geburt.

In meinem ersten Blogartikel erzähle ich dir, wie es dazu kam, dass dieser Blog gegründet wurde. Ich möchte dir berichten, wie es für mich war, die eigene Mutter als Hausgeburtshebamme zu haben und was für mich der entscheidende Faktor für eine angstfreie Schwangerschaft und eine schöne Geburt war. Am Ende erfährst du, wie auch dir dieser Blog bei der Vorbereitung auf die Geburt helfen kann. Egal, für welchen Geburtsort du dich entscheidest.

Hausgeburtshebamme Andrea Günther mit Neugeborenem (Foto: Sabine Franzl)
Das Enkelchen in den Armen der Hebammen-Oma – mit ihm ward auch die Idee zum Hebammenblog geboren. (Foto: Sabine Franzl)

Diesen Blog sollte es eigentlich nicht geben.

Sicherlich hast du bereits den wohlgemeinten Hinweis bekommen, während der Schwangerschaft nicht zu viel im Internet zu lesen. Und das stimmt. Deine kompetenteste Ansprechpartnerin bei allen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Familie-werden ist deine Hebamme. Also ganz analog und persönlich: Deine Hebamme begleitet dich auf deinem Weg und bestärkt dich in deiner Kompetenz als Frau und werdende Mutter. 

Aber vielleicht hast du noch keine Hebamme gefunden, die mit dir die Schwangerschaftsvorsorge macht, oder du möchtest dich mit schönen Geburtsberichten auf das freudige Ereignis der Geburt einstimmen. Darum ist es toll, wenn erfahrene Hebammen aus dem Nähkästchen plaudern oder Mamas und Papas ihre positiven Geburtserlebnisse mit uns teilen. 

Leider werden viele werdende Mütter und Väter aber auch oft mit wenig konstruktiven Berichten und Meinungen konfrontiert – sowohl in den sozialen Netzwerken, als auch im persönlichen Umfeld oder sogar durch medizinisch ausgebildete Personen.

Angesichts der vielen ungefilterten Informationen, die im Internet kursieren, ist es umso wichtiger, dass erfahrene Hebammen ihr Wissen in Form von Blogs für ein breites Publikum zur Verfügung stellen. Hebammenblogs wie der von Jana Friedrich oder vonguteneltern.de sind eine mögliche Ergänzung zur Hebammenbetreuung, um kurzfristig Antworten auf deine Fragen zu finden.

Warum es diesen Hebammen- und Mamablog doch gibt

Der Hebammenblog von auf-geburtskurs.de soll ebenfalls eine Sammlung von wertvollem Hebammenwissen und schönen Geburtserfahrungen werden. Du wirst hier sicherlich auch den ein oder anderen Geburtsbericht zu einer Hausgeburt finden.

Aber der Grund, warum ich diesen Blog starte, ist ein ganz bestimmter. Komm mit und ich erzähle dir, was meine Motivation ausmacht und wie dich unser Blog auf deinem individuellen Weg durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett begleiten kann.

Suche lieber positive und wertschätzende Gespräche über Schwangerschaft und Geburt

Ich selbst habe während der Schwangerschaft (abgesehen von Recherchen zu Stoffwindel-Systemen, Windelfrei oder einer Wickelkommode) fast nichts über Schwangerschaft oder Geburt im Internet gelesen. Ich hatte aus persönlichen und beruflichen Gründen schlichtweg keine Zeit und Lust mich stundenlang im Internet aufzuhalten und mich verunsichern zu lassen. 

Aber wenn du schwanger bist, hast du womöglich auch schon die Erfahrung gemacht, dass man sich dem auch im analogen Leben kaum entziehen kann.

Die meisten Frauen bekommen irgendwann im Leben mindestens ein Kind. Und wahrscheinlich jede Frau kommt (spätestens während der ersten Schwangerschaft) in den unfreiwilligen Genuss gruseliger Geburtsgeschichten von Familienmitgliedern, Kolleginnen, Nachbarinnen. Wie traurig, dass so ein besonderes, aber auch alltägliches Erlebnis für viele so negativ behaftet ist.

Und vor allem ist nicht zu unterschätzen, was das mit dir macht, wenn du dich gerade mitten auf der einzigartigen Reise der Schwangerschaft befindest. Darum achte darauf, dich mit Menschen auszutauschen, die einen positiven und wertschätzenden Umgang mit dem Thema pflegen. 

Eine vertrauensvolle Einstellung zur Geburt sollte kein Privileg sein

Schwangerschaft und Geburt waren für mich schon immer etwas sehr vertrautes und natürliches und erst mit dem Erwachsenwerden und noch intensiver durch meine erste Schwangerschaft, ist mir bewusst geworden, dass dies leider eher die Ausnahme ist.

Als ich zur Welt kam, arbeitete meine Mama bereits seit 5 Jahren als Hausgeburtshebamme und seit ich ein Jahr alt bin, war dies ein selbstverständlicher Teil unseres Familienalltags. Ich wusste sehr früh, dass ich keine Hausgeburtshebamme werden wollte, denn mich hätten keine zehn Pferde und auch kein Baby um 3 Uhr morgens aus dem Bett geholt (zumindest nicht, bevor ich selbst Mama geworden bin). Aber den Hausgeburtsgeschichten, die meine Mama erzählte, konnte und kann ich stundenlang lauschen. 

Sie hat mir auch die schwierigen Situationen nicht vorenthalten und nichts beschönigt. Und dennoch: Nicht OBWOHL, sondern WEIL ich all diese Geburtsgeschichten kenne, war für mich eine Geburt nie etwas Angsteinflößendes.

Die Frage nach Hebamme und Geburtsort hat sich mir nie gestellt

Ich durfte Geburt als das wahrnehmen und erleben, was es ist: Ein urweiblicher, natürlicher und physischer Prozess getragen durch die unbändige Kraft der Liebe. Und ja, es ist eine heftige Erfahrung. Das zu erleben war für mich, wie selbst neu geboren zu werden. In der Zeit nach der Geburt habe ich mich und die Welt um mich herum nochmal ganz neu und anders wahrgenommen.

Dass meine Mama mich als Hebamme bei der Hausgeburt meines Sohnes vor drei Jahren begleitet hat, ist für mich eines der größten Geschenke meines Lebens. Ich wurde oft gefragt, ob es nicht komisch sei, die eigene Mutter als Hebamme zu haben. Die Frage hat sich mir nie gestellt. Ich hätte mir niemals etwas anderes vorstellen können.

Meine Mama ist meine wichtigste Verbündete. Sie genießt mein volles Vertrauen als Mutter und als Hebamme. Ich schätze ihre besondere Art, mit Frauen und Familien zu arbeiten und ihren unglaublichen Wissens- und Erfahrungsschatz.

Mein kleiner Chiquitín ist eine Hausgeburt in der dritten Generation (plus unendlich). Meine Eltern sind beide zu Hause auf die Welt gekommen, meine Mama hat mich zu Hause geboren und nun hat sie mich bei der Hausgeburt meines eigenen Sohnes begleitet. Welch ein Segen, bei einer friedvollen Geburt das Licht der Welt erblicken zu dürfen!

Das hat mir für eine natürliche Geburt geholfen

Bei der Gründung dieses Blogs habe ich nochmal darüber reflektiert, woher nun eigentlich tatsächlich mein Urvertrauen in eine positive Geburtserfahrung kam. Ich war mir stets darüber im Klaren, dass es immer ein gewisses Restrisiko gibt und dass ich nicht automatisch davon ausgehen kann, eine leichte Geburt zu haben. 

Dass ich eine Hausgeburt mit meiner Mama als Hebamme machen würde, war für mich immer selbstverständlich. Trotzdem habe ich eine Kliniktasche gepackt (Zwar erst, als ich schon Wehen hatte, aber immerhin) und war auch bereit, jederzeit in die Klinik zu gehen, sollte meine Mama das als notwendig erachten. Ich habe nicht erwartet, dass ich schon irgendwie Glück haben würde und alles gut geht. Aber es gab zwei Faktoren, die für mich entscheidend waren:

  1. Ich wusste, ich bin in den besten Händen und habe eine Hebamme, die mich begleitet, mich unterstützt und mir die nötige Orientierung gibt.
  2. Ich war körperlich und geistig bestmöglich auf die Geburt vorbereitet. Durch die Geburtsvorbereitungskurse bei meiner Mama habe ich den Zugang zu meiner eigenen Kraft bekommen. Ich habe verinnerlicht und tatsächlich erlebt, dass ich alles, was ich für die Geburt brauche, bereits in mir trage.

Konzentriere dich auf das Wesentliche

Ich würde jeder Frau wünschen, auch mit einem positiven Bild von Schwangerschaft und Geburt aufzuwachsen und mit dem Vertrauen in die Fähigkeit des eigenen Körpers, diesen Prozess gut zu bewältigen!

Daher mein Appell an dich: Richte dich aus, auf die positiven Geburtserfahrungen und konzentriere dich auf das Wesentliche. Mache einen großen Bogen um Foren und andere Orte, an denen ungefiltert Geschichten, Informationen und Halbwissen geteilt werden. Suche dir eine Hebamme, der du deine Fragen stellen kannst und die dich in deiner Selbstwirksamkeit als werdende Mutter bestärkt.

Du musst nicht viel wissen – Alle wesentlichen Informationen erhältst du in einem guten Geburtsvorbereitungskurs. Du musst nicht recherchieren – Deine Fragen beantwortet dir deine Hebamme. Und du musst nichts Neues lernen – Alles, was du brauchst, trägst du bereits in dir. Es gilt lediglich, einen Zugang dazu zu finden. Begib dich auf eine spannende und bestärkende Reise zu dir selbst und zu deinem Baby.

Unser Hebammen-Mamablog begleitet dich auf deiner Reise durch Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett

Diesen Blog habe ich erstellt für meine Mama. Als Dankeschön. Und um ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz in gemeinsamen Blogartikeln zu dokumentieren und weiterzugeben.

Und wir schreiben für dich, wenn du dir eine angstfreie Schwangerschaft und eine natürliche Geburt wünschst. Wir möchten dir hier die Möglichkeit aufzeigen, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren, in dem Wissen, dass du alles schon in dir trägst. Unsere Texte wollen dich daran erinnern, dass die Liebe im Mittelpunkt steht, dass du an der Geburtserfahrung wachsen kannst und dass du loslässt und dich einlässt auf die Kraft deines Körpers und die Erfahrung der Geburt.

Liebe. Wachsen. Lassen. Das ist die Mission unseres Blogs.

Wir freuen uns auf den Austausch mit dir. Schreib uns gerne in die Kommentare, wie du dich innerlich auf die Geburt vorbereitest und welche Gedanken dir Kraft und Zuversicht spenden.

Wenn du bereits geboren hast, berichte uns gerne, was dir am meisten geholfen hat.

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